Die menschliche Figur ist das Thema des jungen Freiburger Malers und Zeichners Fred Naujoks, der sich den Künstlernamen JustCobe gab. „Tanz des Lebens“ heißt eine ausdrucksstarke Acrylmalerei mit einer barbusigen Tänzerin, die sich im Kulturaggregat in Freiburg zu einer Reihe von Ballerinendarstellungen gesellt; eine Tänzerin hat JustCobe annähernd lebensgroß direkt auf die Wand gemalt. Zur Inszenierung gehören Ballettschuhe, die hier und da neben den Bildern an einem Nagel hängen oder ausdrucksvoll in der Ecke lehnen.

Die Frauengestalten sind meist als Torso dargestellt. Etliche Arbeiten zeigen Körperteile, die symbolisch für die ganze Person stehen – für eine Empfindung oder Seelenlage, eine existentielle Situation. Der Kopf einer nachdenklichen Frau, in einen abstrakten Schleier aus Farbe gehüllt, meint „Reflexion“; eine nackte kauernde Frauengestalt, umfangen von einem ungegenständlichen Farbraum: Einsamkeit; ein kubistisch zerlegtes Gesicht schließlich die Fragmentierung, Parzellierung des modernen Lebens. Die groß ins Bild gesetzten Ballerinenfüße wiederum können die Mühsal des Lebens bedeuten („Härte 2“) – oder in Form einer Pirouette innere „Balance“. Eine Hand vergegenwärtigt als gestische Ausdrucksfigur „Stärke“, eine andere die Bitte um Beistand: „Halte mich“.

Hans-Dieter Fronz | Badische-Zeitung | Erniedrigung und Balance | Do, 12. Oktober 2017

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